Kunststoff-Preisentwicklung: Aktuelle Themen und Nachrichten

Rohstoffpreise haben 2016 die Talsohle durchschritten

Der HWWI-Rohstoffpreisindex und die aktuelle Entwicklung der Rohstoffpreise.

Im November sank der HWWI-Rohstoffpreisindex im Vergleich zum Oktober kräftig, nachdem er in den beiden Vormonaten gestiegen war. Der HWWI-Gesamtindex fiel um 12,6 %. Der Rohstoffpreisindex des Hamburgischen Weltwirtschafts-Instituts bilanzierte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff.

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Die Preissteigerungen haben die deutsche Wirtschaft in jüngerer Zeit unvorbereitet getroffen. Die Wichtung der einzelnen Rohstoffe im Gesamtindex wird vergleichbar zu dem Paasche-Preisindex ermittelt, bei dem der Warenkorb eine periodische Anpassung erfährt.

Damit wird auch Substitutionseffekten Rechnung getragen. Die Wichtung der einzelnen Rohstoffe ergibt sich aus Preis und Menge im Verhältnis zu dem Nettoimportwert sämtlicher Einfuhren von metallischen Rohstoffen in der Berichtsperiode.

Daraus ergibt sich ein Nettoimportwert von 11,3 Mrd. Diesem Verfahren gegenüber steht der Ansatz nach Laspeyre, der von einem konstanten Warenkorb ausgeht.

Hier liefert die periodische Veränderung die Teuerungsrate. Für Silber und Wolfram ergibt sich die Situation, dass in einigen Jahren der Wert der Importe durch den Wert der Re-Exporte mehr als aufgewogen wurde und dadurch die Wichtung negativ wird.

Niob, ein Metall mit Einsatz in der Stahlveredlung, taucht in der Tabelle nicht auf, da nur unzureichende Preisinformationen für die Bewertung vorliegen. Derartige Besonderheiten der deutschen Einfuhrstatistik beeinflussen daher das gezeichnete Gesamtbild. Die willkürlich auf Januar bezogenen relativen Rohstoffpreisveränderungen ergeben — mit den zugehörigen Wichtungsfaktoren multipliziert — als Summe den jeweiligen Indexwert für einen Monatszeitraum.

Der Wert für den Basismonat Januar beträgt somit Indexpunkte. Die Inflationsrate wird bei der Indexermittlung nicht berücksichtigt, da die Entwicklung der Rohstoffpreise weniger durch nationale Inflation als vielmehr durch die allgemeine Weltmarktsituation bestimmt wird. Die 20 Metalle, die den Gesamtindex bilden, werden in vier Rohstoffuntergruppen oder Subindizes unterteilt. Abbildung 3 zeigt, dass die in den Subindizes erfassten Rohstoffgruppen erheblich divergierende Preisentwicklungen zu verzeichnen haben.

So ist ablesbar, dass der Edelmetallsubindex, der sich seit dem Basismonat Januar stärker als der Gesamtindex entwickelt hatte, Ende von dem Gesamtindex Kompositindex eingeholt und übertroffen wurde. Auch ist die stufenweise Anpassung der Eisenerznotierungen und der Stahlpreise gegenüber der Entwicklung des Kompositindexes erkennbar.

Da Eisenerz nicht an den Rohstoffbörsen gehandelt wird, basieren Preisanpassungen auf Verhandlungen zwischen den Bergwerksbetreibern und den Abnehmern von Eisenerz. Die für die weitere Wertschöpfung in Deutschland besonders wichtige Gruppe der strategischen Metalle Tantal, Kobalt und Wolfram hatte nach einem Peak des Indexes zu Beginn des Jahres , der vor allem auf der kurzfristigen Entwicklung des Tantalmarktes beruhte, eine vergleichsweise unterdurchschnittliche Entwicklung durchlaufen.

Eine Anpassung an die allgemeine Entwicklung der Preise für metallische Rohstoffe lässt sich hier erst ab der zweiten Jahreshälfte nachvollziehen. Durch den hohen Wert der Re-Exporte von Wolframchemikalien wird der Indexwert in den Jahren bis Anfang sogar negativ, was bedeutet, dass Deutschland in diesem Zeitraum von den hohen Wolframpreisen profitiert hat.

Obwohl die Entwicklung der Rohstoffpreise für die wichtige Gruppe der Bunt- und Leichtmetalle insgesamt eher unspektakulär verlaufen ist, wird der Höhenflug des BGR-MPI für metallische Rohstoffe seit dem Jahr hauptsächlich durch die Entwicklung der Kupferpreise getragen, da der Wert der Nettokupferimporte über ein Viertel im Kompositindex ausmacht.

Die überragende Index-Entwicklung in der Gruppe der Stahlveredler wird zum einen durch die haussierenden Nickelpreise und zum anderen durch den relativ hohen Nettoimportanteil des Nickels verursacht.

Der Wert der Nettoimporte für Nickel ist weiter steigend, da Nickel für viele Anwendungsbereiche ein nicht substituierbarer Rohstoff ist. Vor dem Hintergrund eines tendenziell steigenden Einsatzes von hoch nickellegierten Stählen in neuen Anwendungsgebieten wird sich das Gewicht dieses Metalls im Warenkorb weiterhin erhöhen.

Erst seit Anfang kommt es zu einer Angleichung beider Indizes Abbildung 4. Diese verteuerten sich im Juni um 0,5 Prozent in Euro: Schnittholz verteuerte sich um 1,2 Prozent in Euro: Im Juni war ein deutlicher Preisanstieg für Wolle zu verzeichnen. Grund dafür ist eine gestiegene Nachfrage nach Kleidung aus hochwertigen Wollstoffen in Chinas Mittelschicht. Der steigenden Nachfrage steht ein eingeschränktes Angebot gegenüber, da in Australien die Weidekapazitäten für Schafe aufgrund von Trockenheit gesunken sind.

Der Wollpreis stieg im Juni durchschnittlich um 5,7 Prozent in Euro: Der Aluminiumpreis fiel um 2,3 Prozent in Euro: Der Aluminiumpreis stieg zunächst am Anfang des Monats Juni an, jedoch fiel er im weiteren Monatsverlauf. Die anfänglichen Befürchtungen über ein zu knappes weltweites Angebot von Aluminium scheinen unbegründet, da die verhängten US-amerikanischen Zölle die Nachfrage nach Aluminium einschränken könnten.

Der Preis für Kupfer stieg um 1,9 Prozent in Euro: Genauso gestiegen ist der Preis für Zink. Der Zinkpreis stieg um 1,4 Prozent in Euro: Beide NE-Metalle waren im Vormonat gefallen.

Wiederholt gefallen ist dagegen der Preis für Zinn. Zinn verbilligte sich um 1,1 Prozent in Euro: Erneut sind aufgrund der anhaltenden guten Nachfrage die Preise für Blei und Nickel gestiegen. Blei verteuerte sich um 3,2 Prozent in Euro: Insgesamt fiel der Index für Industrierohstoffe leicht um 0,2 Prozent in Euro: Im Juni sinken die Rohstoffpreise leicht. Logo Hamburgisches WeltWirtschafts Institut.

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Zwar sei das Niveau bei vielen der Spezialmetalle seit wieder stark eingebrochen.

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