Online-Training

Die Besteuerung von ETF Fonds ab 2018 (mit 6 Fallbeispielen)

Navigationsmenü.

Eine Anleihe (auch festverzinsliches Wertpapier, Rentenpapier, Schuldverschreibung oder Obligation, englisch bond oder debenture bond) ist ein zins­tragendes Wertpapier. Es handelt sich um ein Wertpapier, das dem Gläubiger das Recht auf Rückzahlung sowie auf Zahlung vereinbarter Zinsen einräumt. Als Floater oder variabel verzinsliche Anleihe (englisch floating rate note, abgekürzt FRN) bezeichnet man eine Anleihe mit variabler Verzinsung, die meist an einen Referenzzinssatz wie den Libor oder Euribor gekoppelt wird.

Inhaltsverzeichnis

Als Floater oder variabel verzinsliche Anleihe (englisch floating rate note, abgekürzt FRN) bezeichnet man eine Anleihe mit variabler Verzinsung, die meist an einen Referenzzinssatz wie den Libor oder Euribor gekoppelt wird.

Anleihen werden zu einem Ausgabepreis ausgegeben, der vom Nennwert abweichen kann. Je nach Verhältnis des Ausgabepreises zum Nennwert spricht man von der Ausgabe unter pari , pari oder über pari. Der Abschlag bei unter pari wird Disagio genannt, der Aufschlag bei über pari wird als Agio oder Aufgeld bezeichnet. Eine Inlandsanleihe wird auf dem nationalen Anleihemarkt platziert. Es handelt sich dabei um die Emission einer Anleihe eines inländischen Emittenten.

Sie wird in der Inlandswährung und unter Einsatz eines inländischen Konsortiums emittiert, wobei die Vorschriften des Sitzlandes eingehalten werden müssen. Ein Beispiel dafür ist eine Bundesanleihe. Deren Wertentwicklung misst der Deutsche Rentenindex. Es wird dabei zwischen Euromärkten und Auslandsanleihemärkten unterschieden.

Eine Euroanleihe wird von einem internationalen Bankenkonsortium emittiert. Bei einer Auslandsanleihe handelt es sich um die Anleihe inländischer Währung eines relativ zur Währung ausländischen Emittenten oder um eine Fremdwährungsanleihe. Sie wird von einem inländischen Bankenkonsortium des Währungslandes platziert. Es gelten die Vorschriften des Inlandes. Für die Investoren sind die Anleihebedingungen von Interesse, die zwischen dem Anleiheschuldner und dem emittierenden Bankenkonsortium ausgehandelt werden.

Staatsanleihen — zum Beispiel Bundesanleihen — sind dagegen nicht besicherte Anleihen. Gebietskörperschaften sind in Deutschland nicht insolvenzfähig. Seit der Zahlungsunfähigkeit Argentiniens siehe auch Argentinien-Krise findet jedoch eine Diskussion um ein Insolvenzrecht für Nationalstaaten statt. Bundesanleihen gelten dennoch als sicher, da das Steueraufkommen und das Staatsvermögen z. Waldflächen , Immobilien , Kapitalbeteiligungen als solide Einnahmequellen gelten; der Staat kann zumindest theoretisch durch Änderung der Steuergesetzgebung stets die Mittel zur Verfügung stellen, die zur Bedienung der Verbindlichkeiten notwendig sind.

In der Praxis zeigen jedoch der Fall Argentinien und die Griechenlandkrise mit ihrem teilweisen Schuldenerlass , dass dies alleine nicht ausreichend ist. Ebenso hatte sich die Sowjetunion als Rechtsnachfolgerin des zaristischen Russland geweigert, Anleihen aus dieser Zeit zu bedienen.

Das führte dazu, dass die Sowjetunion lange Zeit kein Geld leihen konnte. Russland musste die zaristischen Anleihen Anfang der er Jahre teilweise bedienen, um mit neuen Anleihen Geld am Kapitalmarkt aufnehmen zu können. Die entstandenen Teilwertpapiere sind allesamt Nullkuponanleihen und können einzeln gehandelt werden. Die Trennung wird für den Inhaber der Anleihe von der jeweils depotführenden Stelle, dem Kreditinstitut oder der Bundeswertpapierverwaltung, vorgenommen.

Seit Juli ist das Stripping von bestimmten Bundesanleihen ab einem Mindestbetrag von Anleihen gibt es in vielen verschiedenen Formen. Der Finanzmarkt hat in den letzten zwei Jahrzehnten eine Vielzahl von innovativen Finanzinstrumenten hervorgebracht, wobei Anleihen eine bedeutende Rolle gespielt haben. Viele dieser Finanzinstrumente sind wieder vom Markt verschwunden, während andere sich länger halten oder ins Standardrepertoire von Finanzinstitutionen aufgenommen wurden.

In der Fachsprache der Börse haben verschiedene Wertpapiergruppen eigene Bezeichnungen. Dies nennt man Stückzins oder Marchzins. Die nächste Zinszahlung wäre am 1.

Er verkauft das Papier jedoch schon am 1. Mit einer Anleihe kann der Anleger zwei Arten von Erträgen erwirtschaften:. Die meisten Anleihen notieren in Prozent des jeweiligen Nominalwerts. Es gibt jedoch wenige Ausnahmen, die hiervon abweichend in Nominalwährung notieren z.

Als allgemeine Berechnungsformel für den Wert einer Anleihe gilt somit bei konstantem Zins r:. Ein Kaufinteressent kann also sicher mit folgenden Zahlungsströmen in den nächsten drei Jahren rechnen:.

Dem Anleger stehen weiterhin die fest vereinbarten Zahlungen zu, jedoch ändert sich der Kurs Barwert seiner Anleihe:. Das Ausfallrisiko bestimmt sich nach der erwarteten Zahlungsfähigkeit Bonität des Anleiheschuldners. Der Kupon einer Anleihe liegt zum Zeitpunkt der Anleihebegebung umso höher über dem risikolosen Marktzinssatz, je geringer die Bonität ist. Häufig ist es nicht interessant zu wissen, welchen Wert eine Anleihe am heutigen Tag hat, sondern welche Rendite man mit dem Kauf einer Anleihe zu einem heute bekannten Preis erzielen kann.

Für die Abschätzung gibt es folgende Näherungsformel:. Genauer ist es, mit einer Iteration so lange Zinssätze in die Bewertungsformel für den jeweiligen Anleihentyp einzusetzen, bis der errechnete Wert mit dem Kaufpreis übereinstimmt. Renditerechner sind spezielle Programme für die möglichst genaue Berechnung der Rendite. Diese sind teilweise im Internet als Online-Rechner verfügbar. Neben der gebräuchlicheren Endfälligkeitsrendite Effektivverzinsung existiert auch die laufende Rendite current yield.

Auch diese unterscheidet sich vom Zinssatz. Die laufende Rendite zeigt aber die prozentuale Verzinsung auf der Basis des jeweiligen Kurses. Um zu ermitteln, wie schnell sich der Wert einer Anleihenanlage verdoppelt, wird von Anlegern manchmal eine Faustformel verwendet: Die Zahl 70 ist durch die Endfälligkeitsrendite zu teilen.

Bei einer Rendite von sieben Prozent z. Beträgt die Rendite dagegen fünf Prozent, dauert es 14 Jahre. Voraussetzung für die Kalkulation: Bei Anleihen können Fehlbewertungen arbitriert werden. Beispielsweise ist eine Arbitragestrategie denkbar, wenn eine Kuponanleihe zu niedrig bewertet ist. Dann kauft man diese Börsenjargon: Der Arbitragegewinn ergibt sich dann in diesem Modellbeispiel heute, wobei zukünftig alle Positionen Null ergeben.

Unterschiedliche Bewertungen können sich aber auch aufgrund von Bonitätsdifferenzen und Marktfriktionen ergeben. Die Anleiherisiken lassen sich wie folgt einteilen: Spread-, Kredit- und Liquiditätsrisiko werden zum Credit Spread zusammengefasst. Je schlechter die Bonität, desto höher ist das Ausfallrisiko der Anleihe. Schuldner mit schlechter Bonität müssen daher eine höhere Verzinsung bieten, um trotz des Ausfallrisikos attraktiv zu bleiben.

Dass selbst Staatsanleihen Risiken bergen, zeigte sich beispielsweise im Dezember bei Anleihen der Republik Ecuador , die die Zinszahlungen einstellte. Das Ausfallrisiko von Anleihen lässt sich teilweise diversifizieren , indem der Anleger sein Kapital auf Anleihen verschiedener Emittenten aufteilt. Dadurch hat der Ausfall einer einzelnen Anleihe im Portfolio einen weniger gravierenden Verlust zur Folge.

Allerdings lässt sich beobachten, dass sich Anleihenausfälle in einem bestimmten Zeitintervall häufen können. Es können also deutlich mehr Anleihen in einem bestimmten Zeitraum ausfallen, als man es bei stochastisch unabhängigen Ausfällen erwarten würde. Die Bonität einzelner Unternehmen und Anleihen bemessen internationale, unabhängige Ratingagenturen aus ihrer Sicht mit einem Rating.

Anleihen von Schuldnern mit schlechter Bonität werden auch als Hochzinsanleihen , Schrottanleihen oder Ramschanleihen englisch junk bonds oder high yield bonds bezeichnet. Um das Ausfallrisiko für den Anleger zu reduzieren, übernehmen Anleiheversicherer dieses Risiko gegen Entgelt. Das Zinsänderungsrisiko ist das Risiko, welches aus der Möglichkeit einer Änderung des Marktzinses erwächst.

Zwar wird eine Anleihe immer zum Nennwert zurückgezahlt, aber der Marktzins hat einen Einfluss auf den Kurs der Anleihe, der von Bedeutung ist, wenn man die Anleihe vor ihrer Fälligkeit wieder verkauft.

Der Marktzinssatz ist der wichtigste, gleichzeitig aber auch der volatilste Parameter zur Bewertung einer Anleihe. Die Kursänderung und der Zinseszinseffekt sind gegenläufig. Nein, denn ein Ziel der Reform ist ja gerade die Gleichbehandlung von inländischen und ausländischen Fonds. Wenn ich das richtig verstanden habe, wird bei einem positiven Wertzuwachse z. Szenario 1 nur die eigentliche Ausschüttung bzw. Hierbei spielt es bei deinen Beispielen bzgl.

Wird der Wertzuwachs dann zum Ende der Haltedauer sprich beim Verkauf ermittelt und versteuert? Wenn ja, nach welchem Schema? Die Wertzuwächse spielen laut deiner Erläuterung unterjährig also nur hinsichtlich der Begrenzung der Vorabpauschale eine Rolle. Ist das wirklich so oder habe ich etwas überlesen bzw. Des Weiteren gibt es ja auch ETFs, deren Erträge ob thesauriert oder ausgeschüttet nicht im Bundesanzeiger gelistet werden.

Wie wird künftig bei diesen Fonds ich glaube man nennt sie steuerintransparent zwecks der Besteuerung verfahren werden? Insgesamt wirft das ganze Thema leider immer noch einige Fragen auf. Und der Organisationsaufwand wird wohl auch nicht geringer. Man will den Deutschen nach wie vor nicht zur Unabhängikeit und Eigenverantwortlichkeit in Sachen Vermögensbildung führen. Da ist wohl die Bankberaterlobby einfach zu stark. Bei Verkauf wird der Gewinn abzüglich bereits geleisteter Vorabpauschalen mit der Abgeltungssteuer sofern es diese in der Zukunft noch gibt belegt.

Ich bin mir nicht sicher, ob man das so pauschal sagen kann. Thesaurier und Ausschütter auf den selben Basiswert laufen nie im Gleichlauf. Auf Wikipedia fand ich historische Werte: Und dann sieht die Rechnung möglicherweise anders aus — wobei es sicherlich müssig ist hier alle zig Variationsmöglichkeiten durchzurechnen. Denn selbst wenn der Ausschütter am Jahresende um den Ausschüttungsbetrag niedriger steht als ein vergleichbarer Thesaurierer, ändert sich ja an der Besteuerung der Ausschüttung nichts.

Und im Szenario 1 gibt es gar keine Vorabsteuer, weil der fiktive Basisertrag ja kleiner ist als der Ausschüttungsbetrag. Wird es einen Vorteil für Fonds mit ausländischem Domizil geben — oder habe ich irgendwo einen Denkfehler? Die Steuerpflicht beschränkt sich im Wesentlichen auf inländische Dividenden- und Immobilienerträge. Klingt fast so, als ob der deutsche Staat bei ausländischen Fonds hier leer ausgeht? Erstmal vielen Dank für die tolle Recherche in diesem Steuerwahnsinn.

Kommt jetzt in Deinem Klasseartikel aber so nicht rüber. Vielen Dank für den interessanten Artikel. Denn laut Blogpost gelten die ja nur für Aktien-Investmenfonds und ich bin mir nicht sicher, ob synthetische ETFs da dann überhaupt zu zählen…?

Sobald das klar ist, werde ich es im Artikel deutlich machen. Grundsätzlich ist es egal ob der Fonds die Indexperformance per Swap einkauft oder physisch abbildet.

Wichtig ist um z. Stimmt, die Frage ist nur: Müssen sich dafür tatsächlich Aktien im Trägerportfolio befinden oder reicht es, wenn es sich um einen Aktienindex handelt, den der synthetische ETF nachbildet? Das einkaufen einer Aktienperformance ist nicht ausreichend. Das Verwaltungsreglement des Fonds müsste unter Art. In der aktuellen Ausgestaltung können Anleger des Fonds nicht von einer Teilfreistellung profieren. Hierfür müssten aber ebenfalls die Anlagebedingungen geändert werden. Ist dies der Fall, werden aber leider nur max.

Man würde meinen eine Aktienteilfreistellung sollte nun kein Problem sein. Damit ist die Aktienteilfreistellung für Dachfons faktisch nicht erreichbar. Diese Benachteiligung ist dem Gesetzgeber wohl mittlerweile auch bekannt.

Bis eine Korrektur erfolgt, vergeht aber wohl einige Zeit. Hättest du eine verlinkbare Quelle bezüglich der geforderten Aktienquote für die Teilfreistellung? Ich würde den Artikel dann gerne dahingehend ergänzen. Das ergibt sich unmittelbar aus dem InvStRefG selbst. Sehr lesenswert und lehrreich, und zeitsparend. Zwei Dinge sind mir noch nicht klar: Du hast in den Fällen die Quellensteuer vernachlässigt. Bei den Euro Ausschüttung im ersten Fall. Wurde dort die Quellensteuer bereits abgezogen?

Wie wird bei der Thesaurierung die Steuer bezahlt? Werden Fondsanteile verkauft, oder sollte immer etwas Geld auf meinem Verrechnungskonto liegen um die Steuer zu bezahlen? Ich verstehe, dass es unglaublich wichtig ist, Steuern zu vermeiden, aber erst geht es doch darum, mal ordentlich was zu verdienen. Es geht darum, richtig Geld zu verdienen, Und dann macht dann die Steuer auch etwas aus, ansonsten ist der Stundenlohn zur Betrachtung teurer.

Darauf wären dann Steuern zu bezahlen. Im besten Fall wären es ungefähr Bleiben wir beim Durchschnitt, bei Kapitalertragssteuer folgen dann weniger als Das wäre das Potenzial zur Optimierung. Das relativiert das ganze vielleicht ein wenig. Geld verdienen ist immer gut, keine Frage ;- Mir ging es mit diesem Artikel aber weniger um Steuern vermeiden, sondern mehr um Steuern verstehen …. Erklärtes Ziel der Reform ist ja, dass alle Fonds gleich behandelt werden.

Dann investiere ich ab jetzt nur noch in Einzelaktien und verkaufe die Fonds. Habe leider keine Zeit und Lust mich mit diesem komplizierten Steuerbürokratiewahnsinn zu beschäftigen. Danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast. Hatte bisher noch nichts gehört zu dem Thema. Hoffe du machst dich bald wieder an die Podcastarbeit: Na ja, beschäftigen musst du dich ja nicht damit, wenn du es nicht willst. Einfach die Zahlen aus der Jahressteuerbescheinigung in die Steuererklärung eintragen lassen und fertig ist die Sache.

Der Podcast pausiert bis zum Frühjahr. Bis dahin hat der Blog Vorfahrt ;- Der Podcast wird aber weitergeführt und bekommt dann exklusive Inhalte, die es nicht im Blog geben wird …. Hallo Holger, ich sage erstmal: Bislang gab es wenige Stellen im Netz, an denen man das so übersichtlich nachlesen konnte.

Deine Übersicht hilft ungemein. Ich muss mir das in Ruhe aber nochmal durchlesen und auf mich wirken lassen. Vielleicht komme ich dann nochmal mit ein paar Fragen zurück. Darauf habe ich lange gewartet. Unser Staat schafft es immer wieder Dinge zu verkomplizieren. Als jemand der weder im öffentlichen Dienst beschäftigt oder verbeamtet ist, frage ich mich jedes mal wer sich so etwas ausdenkt. Wie auch immer, ich bleibe meiner Strategie treu und es ändert sich für mich auch nichts wesentliches.

Ich kann aber verstehen wenn solche Regelungen Neueinsteiger verwirren und diese der Börse fernbleiben. Sie ist wirklich sehr erklärend! Ich habe trotzdem noch ein paar Fragen:. Ich verstehe nicht ganz deine Antwort, da auf deutschen Fonds die Teilfreistellung auch berücksichtigt wird soweit ich es verstanden habe … dann wurde man doch mehr Steuer bei ausländischen Fonds als bei deutschen Fonds zahlen, oder?

Derselbe Ausschüttungsbetrag führt sowohl bei inländischen als auch bei ausländischen Fonds zu derselben Steuerlast. Genau das frage ich mich auch. Wenn die Teilfreistellung auch bei deutschen Fonds gilt, sind ausländische Fonds benachteiligt. Anna hat insofern Recht, weil du im Szenario 4 die auf den Wertzuwachs begrenzte Vorabpauschale nicht um die Teilfreistellung bereinigt hast:. Ihr habt Recht und ich habe die Kalkulation im Artikel entsprechend korrigiert.

Allerdings ist das Endresultat noch einmal ein leicht anderes, da die Teilfreistellung ja initial von der Vorabpauschale abgezogen werden muss. Ich werde es versuchen, meine 2. Frage mit dem Szenario 1 als Beispiel zu formulieren vielleicht ist dann klarer was ich meine…:. Vor dem Hintergrund dieser Steuererhöhung macht es möglicherweise in Zukunft Sinn im Rahmen eines Versicherungsmantels anzusparen? Du profitierst also vom Zinses-Zins-Effekt. Wenn du mindestens bis zum Klar fallen in der Sparzeit höhere Kosten an.

Dazu kommen dann noch die laufenden Investment-Kosten. Ist eine Menge Holz, aber denke ich immer noch besser als jährlich Abgeltungssteuer zu zahlen. Vor allem, wenn doch wider Erwarten die ein oder andere Umschichtung während der Laufzeit erfolgt. Die wäre nämlich im Versicherungsmantel abgeltungssteuerfrei. Das habe ich zwar nicht vor. Aktuell spare ich über ein ganz normales ETF-Depot bei flatex. Im Versicherungsmantel zu sparen macht eigentlich nie Sinn. Erstens hat bereits die Vergangenheit gezeigt, dass man auch hier nie vor Steueränderungen sicher ist.

Aber noch viel entscheidender ist, dass die enormen Mehrkosten Versicherung verdient ja auch eine potentielle Steuerersparniss in der Regel deutlich übersteigen sollten. Da soll noch einer durchsteigen. Ic sehe das ganze recht skeptisch, gerade bei den langfristigen Anlagezielen die man mit ETFs verfolgt.

So muss ich meine Unterlagen ja über Jahrzehnte aufheben. Hinzu kommt, dass die Inflation hier natürlich gnadenlos zuschlagen kann. Sehe ich es richtig, dass sich oberhalb des Freibetrages Thesaurierer nun mehr lohnen? Ich glaube dass das einfacher geht als befürchtet. Wenn man sieht, für wie viele Werte schon heutzutage historische Kursdaten von vor 10 Jahren abgerufen werden können, gehe ich davon aus, dass das in Zukunft auch so sein wird und für depotführende Banken ohnehin beherrschte Technik ist.

Weiterhin sind ja nur jeweils Jahresanfangs- und -endkurse als steuerrelevante Information zu sichern. Auch hierfür lässt sich problemlos die Zeitreihe in Datenbanken festhalten. Daraus lässt sich m. Das Berechnungsverfahren ist ja nicht gerade kompliziert.

Nichts ist so stetig wie der Wandel — auch in der Steuergesetzgebung. Ich wage zu bezweifeln, dass diese Besteuerung 50 Jahre lang hält ;. Du schreibst bei den Vor- und Nachteilen: Nach meinem Verständnis ist die ausländische Quellensteuer nicht mehr von der Abgeltungsteuer abziehbar.

Hier entsteht doch ein Nachteil bei Fondsdomizil im Ausland. Beide leiten diese Erstattung nicht an dich als Anleger weiter. Wo ist der Nachteil für ausländische Fonds? Vermutlich werden die Fondsanbieter solche Rückzahlungen zur Kostensenkung oder Verbesserung des Trackingfehlers nutzen.

Hallo, ich habe das alles noch nicht vollständig verstanden, daher stelle ich meine Fragen mal so ein, wie sich mir nach wie vor stellen: Für diesen muss ich ab in der Steuererklärung nichts angeben, da die Ausschüttungen von der Depotbank, sofern über Steuerfreibetrag, versteuert werden?! Bundesanzeiger seit Beginn keine ausschüttungsgleichen Erträge d. Lies dir diesen Beitrag nochmal in Ruhe durch. Wenn der Swapper am Ende des Jahres Wertzuwachs aufweist, dann wird er genau so der Vorabpauschale unterworfen wie jeder replizierende Fonds auch.

Hallo Holger, ich finde nicht, dass es durch die neue Besteuerung einfacher oder gerechter wird. Allerdings werde ich im Moment an meiner Investitionsstrategie nichts anpassen — ich denke, dass das Steuerrecht eine zu kurze Halbwertszeit hat um immer den aktuellen Regelungen hinterherzulaufen. Mal sehen, was sich in der Praxis ergibt, und ob sich mit der Zeit Veränderungsbedarf ergibt.

Bei einer Neuausrichtung kann ich mir immer noch die dann aktuelle Steuersituation anschauen. Grundsätzlich fände ich es aus Sicht einer Langfristanlegerin gar nicht verkehrt, wenn auch Einnahmen aus Kapitalvermögen in Zukunft wieder mit dem persönlichen Steuersatz versteuert würden — wenn im Gegenzug die Spekulationsfrist wieder eingeführt würde.

Als Sprach-Connaisseurin oder Connaisseuse? Persönlich finde ich, dass die Reform einiges vereinfacht und am richtigen Ende ansetzt.

Natürlich ärgerlich, dass der Bestandsschutz für ältere Anlage nicht mehr greift. Nichts ist für die Ewigkeit! Bislang bin ich das nicht und folglich gelten für mich andere Fristen.

Oder wird die Besteuerung durch die Depotbank vorgenommen? Hallo Holger, Danke für Deine Mühe! Wir wissen ja und hören es ständig, dass alle derzeit im Bundestag vertretenen Parteien nach der nächsten Wahl ja genau dies tun wollen. Hallo Holger, ich bin fassungslos: Will man ab tatsächlich die bisher nur bei ausländisch thesaurierenden Fonds bestehende Gefahr der Doppelbesteuerung mittels Vorabpauschale auf alle Fonds ausdehnen?

Müssen jetzt alle Fondanleger über Jahrzehnte beweiskräftige Steuerunterlagen sammeln und an ihre Erben weitergeben? Und muss ich mich jährlich wegen kleiner Verkäufe im Rahmen des Rebalancings bei gleichzeitig teilweiser Gewinnentnahme zur Aufbesserung der Rente mit dem Finanzamt auseinandersetzen, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden? Vielen Dank für deine Arbeit! So katastrophal hatte ich die kommende Steuerreform gar nicht gesehen.

Das ist vor allem für Anleger von ausländischen thesaurierenden Fonds eine starke Vereinfachung. Ich habe daher eine einfache Frage, die ihr vielleicht mit einem einfachen ja oder nein beantworten könnt:.

Diese sind bisher steuereinfach. Meine Depotbank führt die Steuer automatisch ab, ich muss bisher in der Steuererklärung keine Angaben machen.

Bleibt es ab dabei, dass die Depotbank in diesem Szenario alles für mich erledigt? Deine Depotbank wird die Abgeltungssteuer weiterhin abführen. Sowohl auf die Ausschüttungen als auch auf die etwaig anfallende Vorabpauschale wenn die Ausschüttung eines ETFs niedriger ausfällt als der Basisertrag. Dann mache ich einfach weiter wie bisher und überlasse alles, was kompliziert ist, den Profis.

Ich habe eine Frage zu sparplänen… wie erfolgt hier die Besteuerung da man ja die Werte von Jahres Anfang nehmen muss? Oder wird in dem Fall der Kaufwert genommen? Dann hat man jedes Jahr mindestens 12 Kaufwerte pro Jahr. Bei 3 etf 36… wird nach 10 Jahren sehr unübersichtlich oder? Hallo Philipp, die Höhe der Pauschale pro Fondsanteil berechnet sich nur!

Deine tatsächlichen, individuellen Kaufkurse sind irrelevant. Bei einem Sparplan müsste sich das so auswirken: Du hast am 1. Dann kaufst du jeden Monat jeweils zum Am Jahresende hast du also Fondsanteile. Die aus dem Rücknahmepreis vom 1. Dann beträgt die Vorabpauschale insgesamt:. Zum Thema Steuern nicht soviel jammern, sondenr stoisch so weiter machen wie gehabt. Was mir allerdings nicht aus dem Kopf gehen will ist, dass bei der neuen Besteuerung scheinbar eine bisher fuer mich unbekannte Dimension dazukommt.

Bisher habe ich es so verstanden, dass Aktien ein Sachwert sind. Und auch ueber Fonds war ich in der Lage an den Wertsteigerungen dieser Sachwerte zu profitieren. Ich stelle mir das noch ganz altmodisch vor. Ohne Online-Depot, sondern sicher zuhause im Safe verwahrt. Eben ein echter Sachwert, nicht viel anders als wuerde ich ein Stueck Gold bei mir zuhause aufbewahren. Nun ist diese neue Form der Besteuerung aber nach meinem Eindruck so zu verstehen, als muesste ich fuer Sachwerte vielleicht auch in Zukunft das Stueck Gold, welches einfach nur zuhause vor sich hinliegt , einmal pro Jahr verkaufen und wieder neu kaufen.

Und damit Steuern auf Gewinne bezahlen, die bisher nur in der Theorie entstanden sind. Ich bezahle gerne Steuern und am liebsten moeglichst unkompliziert. Aber hier ist mir der Staat in der Art der Besteuerung nicht in der Hoehe doch etwas zu uebergriffig geworden. Auch wenn damit leider die Vorteile der breiten Streuung total abhanden kommen wuerden.

Ein Anleger, der direkt in Aktien investiert, muss seine Dividendenausschüttungen laufend versteuern per Abgeltungssteuer. Das fällt nun weg, dafür gibt es die Vorabpauschale. Ich bin ja auch ein Freund davon, dass alles möglichst einfach ist. Aber Steuersysteme sind nun mal nicht trivial. Steuer-Reform hin oder her …. Die gezeigten Fallbeispiele sind sehr einfach gehalten. Mir scheint, dass weder die Bank, noch der Kunde noch die Sachbearbeiter beim Finanzamt oder auch die Steuerberater in der Lage sind, eine richtige und gerechte Besteuerung vorzunehmen.

Da der jährliche Wertzuwachs besteuert wird ein Verlust nicht berücksichtigt wird und der gesamte Wertzuwachs bei Verkauf der Anteile nochmals besteuert wird, findet doch wieder eine Mehrfachbesteuerung statt!!! Hallo Holger, vielen Dank für den super Artikel. Eine ganz praktische Frage: Muss ich etwas selbst berechnen? An- und Verkaufsbelege sowie alte Steuererklärungen KAP-Anlagen sollte ich für etwaige Unklarheiten bei Verkauf aufheben, aber ich habe nicht mehr die konkrete Nachweispflicht für ausländisch thesaurierende ETFs hinsichtlich Doppelbesteuerung?

Selbst rechnen wirst du vermutlich nur müssen, wenn du die Angaben deiner Depotbank überprüfen willst. Ist das wirklich so gemeint? Im Szenario 2 wird der Unterschied am deutlichsten. Hallo Holger, ganz herzlichen Dank für deine wunderbar einfache Darstellung der neuen Besteuerung ab Deinen Rat, das Ganze gelassen anzugehen, werde ich befolgen, weil ich das immer tue.

Und, wie geschrieben, die Änderung bringt ja auch einige Vorteile mit sich. Nochmals vielen Dank und ein schönes Wochenende. Soweit ich das verstanden habe: Dieser Basisertrag stellt die Höchstgrenze der Besteuerung des Buchgewinnes dar. Hat man weniger Buchgewinne erwirtschaftet, fällt auch die steuerliche Belastung geringer aus. Die Annahme ist, dass man auch an der Börse ähnliche Gewinne verzeichnen kann und davon will sich Vater Staat schon mal etwas abzwacken.

Dafür wird der Basisertrag dann eben besteuert. Es gibt also 3 Fälle: Hallo, vielen Dank ersteinmal für die übersichtliche Darstellung. Bundesanzeiger seit Beginn ausschüttungsgleichen Erträge erzielt steuereinfach — Meinen Sparerfreibetrag nicht ausgenutzt.

Wenn ich nun den Artikel richtig verstanden habe entsteht dann folgende Situation: Sofern ich diesen nicht überschreite muss ich keine Abgeltungssteuer zahlen. Kann ich nun aber im Falle eines Verkaufs diese nicht bezahlten Steuern, die mit meinem Sparerfreibetrag verechnet wurden, mit der dann anfallenden Abgeltungssteuer verechnen und diese entsprechend senken?

Dies ist ja aktuell nicht möglich. Stimmt die Berechnung wirklich im Artikel: Wird die Ausschüttung mit dem Basisertrag verglichen? Besten Dank und Gruss. Aufgrund des Niedrigzinsniveaus und nicht möglichen Anlage für Minderjährige bei Weltsparen habe ich zwischenzeitlich peu a peu ausschüttende steuereinfache ETFs von iShares ins Depot gelegt, um den Steuerfreibetrag unterjährig auszuschöpfen bei der Anlage mit buy and hold sind keine Verkäufe geplant, die wiederum den Freibetrag in Anspruch nehmen würden Was ist Deine Empfehlung im Kontext der sich verändernden steuerlichen Rahmenbedingungen ab , um den Steuerfreibetrag optimal zu nutzen?

Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen. Bei einem Freibetrag für Verheiratete von HeikoA sorry, du hast dich leider verrechnet … Abgeltungssteuer vergessen Es muss heissen: Deshalb ist ja die Vorabpauschale das steuerliche Feigenblatt fuer die Verdeckung der enormen Vorteile von replizierenden Thesaurierern bei niedrigem Basiszinz wenn der Pauschbetrag ueberschritten ist.

Jetzt mal noch das Worstcase-Szenario: Und, wen betrifft das jetzt hier? Ich lasse meine Steuererklärung beim Steureberater machen. Muss ich dafür aktiv werden oder geschieht das automatisch? Hallo Holger, danke für die Analyse. Ich gehöre dann doch zu der meckernden Fraktion. Ist hier eventuell schon eine gerichtliche Überprüfung im Gange? Vielleicht habe ich es auch noch nicht ganz verstanden. Zum einen werden Buchgewinne versteuert, demzufolge ja Steuern dann aus anderen Barmitteln gezahlt warden müssten.

Das ware dann aus meiner Sicht vergleichbar mit einer Vermögenssteuer, die auf den reinen Besitz abzielt.

Als allgemeine Berechnungsformel für den Wert einer Anleihe gilt somit bei konstantem Zins r:.

Closed On:

Dann investiere ich ab jetzt nur noch in Einzelaktien und verkaufe die Fonds.

Copyright © 2015 wholesumfamilyfarms.info

Powered By http://wholesumfamilyfarms.info/